Kommunikationsraum documenta12
| What | Lecture Social Event |
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| When |
Sep 01, 2007 12:00 AM
to Sep 23, 2007 12:00 AM |
| Where | Kassel, DE |
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Die documenta 12 des Jahres 2007 ist ein Kommunikationsraum von globalen Ausmaßen, dessen Akteure Ausstellungsmacher, Künstler, Journalisten und das Publikum sind. Das Projekt untersucht zunächst die Rolle der Sprache bei der Gestaltung dieses Raumes, fragt nach den Leitbegriffen, den Argumentationsweisen, auch danach, was zwischen den Zeilen nur angedeutet ist. Zugleich werden Formen und Möglichkeiten der sprachlichen Vermittlung von Kunst in die breite Öffentlichkeit in den Blick genommen. Im Zentrum des Projekts steht der Dialog mit den Ausstellungsbesuchern und anderen Akteuren des Kommunikationsraums documenta 12 über diese Fragen. Für das Publikum werden unterschiedliche Möglichkeiten geschaffen, mit Experten über ihre Erfahrungen mit der ‚Sprache der Ausstellung’ zu reden.
Bezugspunkt des Projekts ist die documenta 12, die vom 16. Juni bis zum 23. September 2007 in Kassel stattfinden wird. Die Organisatoren der documenta 12 haben im Vorfeld zu einer intensiven Diskussion über die künstlerischen Leitlinien der Ausstellung aufgefordert und über 80 deutsche und internationale Redaktionen von Zeitschriften und anderen Medien zur Teilnahme gewonnen. Damit versteht sich die documenta selbst als ein globaler Kommunikationsraum, der sich maßgeblich in und durch Sprache konstituiert. In diesem Raum werden von unterschiedlichen Akteuren (Organisatoren, Künstlern, Journalisten, interessierten Bürgern) Meinungen, Überzeugungen und Bewertungen formuliert, die Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung und Beurteilung der künstlerischen Arbeiten haben. Dabei ist es erklärtes Ziel der Organisatoren, die künstlerischen Anliegen einer größeren Öffentlichkeit erfolgreich zu vermitteln, auch hier wieder vor allem durch schriftliche und mündliche Texte (Begleittexte, Führungen etc.).
An dieser Stelle setzt das Projekt an. Unter Mitarbeit von Studierenden der Universität Kassel soll mit Methoden der germanistischen Sprachwissenschaft zunächst zweierlei erreicht werden:
1. Eine Analyse der zugrunde liegenden Begriffssysteme (semantischen Felder, Leitbegriffe, Stigmabegriffe, stilistischen Nuancierungen usw.) und Formen der Argumentation (argumentative Topoi, kausal begründete vs. assoziative Schlussformen usw.), um die expliziten und impliziten Aussagen, d.h. auch das nur Angedeutete und indirekt Mitgemeinte im documenta-Diskurs zu erschließen;
2. Eine Untersuchung der Formen und des Erfolgs der sprachlichen Vermittlung der künstlerischen Anliegen der documenta in die Öffentlichkeit, unter anderem durch eine Erhebung mittels Fragebögen unter Ausstellungsbesuchern.
Für die Hauptphase des Projekts sind folgende Formate geplant:
Durchführung eines Forums zum Thema „Kunst vermitteln. Die Sprache einer Ausstellung“, an einem öffentlichen Ort der Stadt, unter Beteiligung von Ausstellungsmachern, Journalisten, Kasseler Schulen und Ausstellungsbesuchern.
Dialogtage: voraussichtlich 14., 15. und 16.9.07
Organisation einer Dialogreihe in Form eines Gesprächsraums in räumlich unmittelbarer Nähe zur documenta 12 zum Thema „Sprache – Kunst – Öffentlichkeit“, auf der Besucher und kunstinteressierte Bürger Gelegenheit erhalten, mit Experten über die Sprache der Ausstellung und des Kunstbetriebs zu sprechen.
Gesprächsraum: 13.7., 20.7., 27.7., 3.8., 3.9. und 21.9.
Auf diese Weise will das Projekt einen unmittelbaren Wissenstransfer von der Sprach- und Kommunikationswissenschaft zur Öffentlichkeit leisten und zugleich einen wissenschaftlich moderierten Dialog zwischen Ausstellungsmachern, Medien und Ausstellungsbesuchern ermöglichen.
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